Das Erbe von Claudio Abbado

Claudio Abbado (Foto Marco Caselli Nirmal)

„Was die Musik für mich ist? Alles. Wer die Musik nicht liebt, wer sie nicht kennt, dem muss sofort geholfen werden, denn sie ist eine der wichtigsten Dinge im Leben.“
(Interview zu Claudio Abbado von Helmut Failoni, p.13, Edizioni Cineteca von Bologna, 2014)

Roberto Saviano schrieb: „Claudio Abbado kennenzulernen ist, als ob man eine Idee kennenlernt.“ Mit diesem Bild wollen wir an den Menschen erinnern, der unsere Vereinigung inspiriert hat. Die Frage, die wir uns gestellt haben ist: Was hat er uns vermacht? Die Wahrheit ist, dass jeder individuell eine Liste aufführen könnte: Die Liebe für die Musik, für das Leben, für die Schönheit, die Neugierde und außerdem ein Meer von Noten, Leidenschaft für die Menschheit, ein Lächeln und die Reinheit von Klängen.

Das, was Claudio der Vereinigung Mozart14 hinterlassen hat, ist sein Erbe im Sozial- und Bildungsbereich und seine reinsten Ideen. Für uns ist ohne Zweifel die Wichtigste, dass die Musik Leben retten kann. Ein so milder, aber dennoch starker Satz, so unveränderbar aber dennoch revolutionär. Es ist eine Vision, die sich jedes Mal verwirklicht, wenn wir ihre Auswirkungen in den Augen der kleinen Patienten in einem Krankenhaus sehen, oder sich Freude und Stolz in den Stimmen der Häftlinge im Chor Papageno wiederspiegeln. Ein Teil von Mozart14 zu sein bedeutet diese Nachricht zu teilen und sie zu verbreiten.

Diese Vision bringt uns dazu, jenem Weg zu folgen, den er angefangen hat und uns bei den, von ihm angedachten Projekten keine Grenzen zu setzen. Wir wollen sogar neue Ideen entwickeln und so selbst zu Zeugen seiner Philosophie werden. Es gibt unzählige Gelegenheiten in denen die Musik Leben retten kann und genau auf diese Gelegenheiten konzentrieren wir unsere Tätigkeit mit dem Wissen, dass „ohne die Musik das Leben ein Fehler wäre“ (Friedrich Nietzsche)

Foto von Peter Fischli